Meckenbeuren nimmt im Rahmen des Gemeindefests 2015 Abschied von Pfarrer Weiß

Aus der Schwäbischen Zeitung vom 29. Juni 2015:

Das Gemeindefest hat Pfarrer Gunter Weiß genutzt um Abschied zu feiern. Dabei hat er drei Kinder getauft und 27 Konfirmanden der Gemeinde vorgestellt. Ein Tag wie er ihm gefällt, mittendrin und nah bei den Menschen. Am 31. Juli geht er in den wohlverdienten Urlaub. Am 31. August zieht er weiter nach Altbach bei Esslingen.

Dort wird er künftig als Pfarrer tätig sein, nahe Stuttgart und der Ehefrau Dr. Christiane Kohler-Weiß. „So können Sie auch als Ehepaar und Familie künftig wieder mehr zusammen sein“, freute sich Schuldekan Frank Eberhardt mit der Pfarrfamilie. Er dankte  Gunter Weiß für seine Kollegialität und sein Mitdenken: „Seit März 2003 haben sie in Meckenbeuren ihren Dienst geleistet, in unterschiedlichen Konstellationen“. Er verwies er auf die vielen Veränderungen und Stellenbesetzungen, „von 100 plus 50 Prozent auf zweimal 75 Prozent bis zu einmal 100 Prozent. „Sie, wie ihre Frau, sind konstruktiv damit umgegangen. Das zeichnet ihre Persönlichkeit aus. Sie waren kontinuierlich da, bekannt als jemand der Gottesdienste gerne feiert, den Kindern, Jugendlichen und Familien zugewandt ist und zugleich natürlich Pfarrer für alle“. Er lobte die  Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Jugendwerk, die Jugendarbeit in der Gemeinde und Weiß‘ Einsatz im Jugendausschuss des Kirchenbezirks.

 

Für die gute Zusammenarbeit in der Ökumene dankten ihm Pfarrer Josef Scherer und Gemeindereferentin Mirjam Niedermeier: „Nach so vielen Jahren des Wachsens sind ganz viele ökumenische Früchte gewachsen, die wir gemeinsam gerne gepflegt und geerntet haben“. Sie dachten zurück an den Lehrerkollegen, den Kanzeltausch, bei dem man den Funken der Einheit der Christen spürte. Sie freuten sich über die ökumenischen Bibelwochen und die Rahmenvereinbarungen, die den Zusammenhalt auch nach seinem Weggehen festige. Sie dankten ihm für die „gegenseitige Wertschätzung, die Zusammenarbeit und die Diskussionen“. Der kleine Baum, den sie ihm überreichten soll ein Symbol sein für Lebenskraft, Wachstum und Segen, verbunden mit dem Wunsch, dass er an seiner neuen Stelle „schnell Wurzeln schlage“.

 

„Er ist wie Jesus“, verkündete dann Bürgermeister Andreas Schmid, „nur den Wind kann er nicht ruhen lassen“. Er spielte auf den Gottesdienst an, als Pfarrer Weiß vom See Genezareth predigte. „Er hat die Ruhe, Menschen zu sich kommen zu lassen“, dachte der Bürgermeister zurück an viele Begegnungen, „er strahlt Vertrauen aus und Offenheit“. Musikalisch begleitet wurde der Nachmittag vom Vororchester unter der Leitung von Musikschulleiter Jörg Scheide und gestaltet vom Kirchengemeinderat. Der schrieb zum Abschluss den scheidenden Pfarrer in „Meckipedia“ ein und blickte zurück auf die gemeinsamen Jahre, auf den Pfarrer mit der „großen Spannweite“ beim Segen, auf den Wortkünstler, der Worte so verbinde, dass Neues entstehe und „Top secret“ auf den Rennfahrer im Pfarrer, der gerne mal zu schnell unterwegs sei.

 

Da blieb nur noch das Dankeschön von Pfarrer Gunter Weiß an die ganze Gemeinde und die Kollegen. Dafür, dass er hier Pfarrer sein durfte, wie er selbst es gerne mag: „Wenn’s sein muss vorne dran, am liebsten aber mittendrin“.

Text: Helga Wiechert

Bilder: Hubert Vogt